Agthe

Neuerscheinung: „AGTHE“ – ein mitteldeutscher Musikerroman
 
Radioprogramme und Konzertpläne werden vielfältiger. Neben den großen Namen der Musikgeschichte tauchen immer häufiger Komponisten der zweiten und dritten Reihe auf, früher oft als Kleinmeister abgestempelt, von Verlagen als nicht attraktiv und wenig Gewinn versprechend beurteilt oder schlichtweg vergessen.
Jahrelang recherchierte der Autor und Musiker Frank Rebitschek über Leben und Werk des Ballenstedter Schlossorganisten und Hofcembalisten Carl Christian Agthe. Der Musikwissenschaftler Georg Faulhaber nannte diesen einst den Mozart des Harzes. Der Vergleich bezieht sich nicht zuletzt auf die Lebensdaten (1762 – 1797).
Bei Agthe ist die biografische Quellenlage nicht sehr ergiebig. Immerhin existieren Noten und liegen sorgfältig aufbereitet im Archiv der Fürstin-Pauline-Bibliothek in Ballenstedt. Sinfonien, Kammermusik, Klaviersonaten und Lieder. Von seinen insgesamt acht Opern existieren nur Textbücher und ein Klavierauszug. Inzwischen liegen CDs von Konzertmitschnitten vor, gelegentlich wird Agthe von Orchestern und Solisten der Region gespielt.
 
Frank Rebitschek hat die Ergebnisse seiner Recherchen in Sachsen-Anhalt und in Estland zu einem zweibändigen historischen Roman über den Komponisten und seine Zeit verarbeitet. Auf unterhaltsame Weise und in zwei Zeitebenen zeichnet er Bilder und Figuren des späten 18. Jahrhunderts in Mitteldeutschland und im Baltikum. Namhafte Persönlichkeiten der Epoche treten auf: der Petersburger Theater-Impresario Nathanael Hündeberg, einer der letzten Bachschüler Johann Gottfried Müthel, der aus Halle stammende bedeutendste Orgelbauer des Baltikums Heinrich Andreas Contius, Michael Telemann, Johann Heinrich Rolle, August Hermann Niemeyer, Johann Adam Hiller und viele andere.
 
So wie die Konzertpläne vielfältiger werden, fügen die Agthe-Bände dem Genre des Musikerromans eine neue Farbe hinzu.
 
„Agthe – Der Mozart vom Mansfelder Land“ (ISBN: 978-3-8370-0323-9)
„Agthe – Den Briefträger trifft keine Schuld“ (ISBN: 978-3-7412-0949-9)
 
Preis jeweils 15,99 €
Inoh Kracht

 

 

"Die Schwestern"

 

"Die Schwestern" im Theater am Olgaeck

 

 

Tierstimmentag Görlitz

Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
Tierstimmentag im Naturkundemuseum

2010 ist das Internationale Jahr der Biodiversität. Deshalb veranstaltet das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz am 27. Februar einen Familiennachmittag, der ganz im Zeichen der Biodiversität
der Tierlaute, also der Kommunikation von Tieren, steht. Ganz besonders freuen sich die
Museumsleute darüber, dass es ihnen gelungen ist, aus Stuttgart und Erfurt ein Duo einzuladen, das seine „Musikalische Vogelkunde“ zu Gehör bringt.
Die Musiker Frank Rebitschek und Michael Hausburg begleiten mit ihren ebenso witzigen wie einfallsreichen Kompositionen das Programm.
Die Veranstaltung beginnt um 15 Uhr mit einem Vortrag über Tierstimmen für Kinder und Erwachsene...

Lindenbaum Langenrodaer St. Georgs Kirche

Wolfsprojekt


Das heulende Rudeltier in den Mittelpunkt gerückt
Artikel aus der Marbacher Zeitung vom 17.04.2010
Marbach Im Auftrag des örtlichen NABU haben Klaus Ruge, Cornelia Preuß und Frank Rebitschek an der Uhlandschule rund 35 Kindern das Leben der Wölfe nahe gebracht. Von Tanja Capuana

Der Wolf hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. "Das Bild ist geprägt von Märchen wie Rotkäppchen oder vom bösen Wolf, der die Geißlein frisst", sagt Klaus Ruge, der Vorsitzende des NABU Marbach. Er möchte das negative Ansehen des Rudeltiers verbessern. Zusammen mit der Regisseurin Carola Preuß sowie dem Sänger und Autor Frank Rebitschek hat er gestern die Klassen 4, 5 und 6 der Marbacher Uhlandschule besucht. Im Musiksaal stellte das Trio den rund 35 Schülern im Auftrag des NABUs außerdem das Buch "Braunkehlchen kehrt zurück" von Julius Rabe vor.

In dem Buch gehe es um die Einstellung des Menschen zur Schöpfung, erklärt Ruge. Mädchen und Jungen der Förderschule haben bereits im vergangenen November im Marbacher Bildungszentrum Exemplare des Werks erhalten. Weil die Schule unter dem Rektor Bernd Schlegel sich ihm gegenüber sehr offen gezeigt hätten, beschloss er, eine Veranstaltung für die Kinder auf die Beine zu stellen. Schlegel lobt das Programm: "Ich finde es klasse, dass der NABU das macht."

Das Trio, welches seit fast 20 Jahren gemeinsam in Sachen Umwelt tätig ist, liest den Kindern zwei Geschichten aus dem Buch vor. In der Erzählung "Das Rabenkind" gehe es darum, wie die Leute dem Fremden begegnen, erläutert Ruge. Man könne die Story durchaus als Parabel sehen. Besonders spannend finden die Kinder die Geschichte "Bruder Wolf". Frank Rebitschek spielt ihnen zu Beginn der Veranstaltung eine Klangcollage mit Innuitgesang, Wolfsheulen und Klavierbegleitung vor. Das Raubtier übt auf die Schüler eine große Faszination aus. "Wölfe gefallen mir gut", sagt die zehnjährige Demerkan. Shannon weiß, dass die Vierbeiner als Vorfahren der Hunde gelten. "Außerdem sind sie die Gesundheitspolizei der Natur", sagt sie und spielt auf die Essgewohnheiten der Wölfe an, sich von Aas zu ernähren.

Dass genau diese Eigenschaft der Wölfe sehr wichtig ist, hat die Fünftklässlerin von Cornelia Preuß erfahren. Die Kollegin von Klaus Ruge hat viele Jahre im Kinderprogramm des Südwestrundfunks gearbeitet und weiß daher, wie sie ihr junges Publikum begeistern kann. Während die Mädchen und Jungen einen Film über die Wölfe ansehen, macht sie die kleinen Zuschauer auf die ungewöhnlichen gelben Augen der Kreaturen aufmerksamen.

Wölfe, die in der Vergangenheit besonders im westlichen Europa durch den Menschen weitgehend ausgerottet wurden, werden langsam wieder in Deutschland, wie etwa in Sachsen, gesichtet. Ein Wolf könne innerhalb von zehn bis 14 Tagen von dort bis nach Baden-Württemberg laufen, erzählt Ruge. "Er kann nämlich zwischen 50 und 60 Kilometer in der Nacht wandern."

NABU-Konzert

Naturschutz heute– Ausgabe 1/99 vom 5. Februar 1999

Nach über 500 Konzerten in fünf Jahren - oft unter dem Zeichen des Weißstorchs bei Veranstaltungen von NABU-Gruppen - haben die beiden Sänger und Musiker

Frank Rebitschek und Michael Hausburg als Gratulation zum 100. NABU-Geburtstag ein großes Jubiläumskonzertunter dem Motto "Natur ist ein Geschenk" zusammengestellt.

 

„Das Versprechen – oder die Suche nach dem Regenwald

 

Uraufführung des Jugendmusicals
„Das Versprechen – oder die Suche nach dem Regenwald“

zur Messe „LebensArt“ in Dresden
15:00 Uhr
Neue Messe Dresden - Bühne Halle1
Am kommenden Mittwoch ist es endlich so weit. Nach einem halben Jahr langer und harter Probenarbeit ist das Musical premierenreif. Zusammen mit den Künstlern Frank Rebitschek und Michael Hausburg haben 30 Schüler der 7. Klassen des Kreisgymnasiums Freital-Deuben dieses Musical innerhalb eines halben Jahres in ihrer Freizeit einstudiert.
Im Rahmen des von der Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt ins Leben gerufenen Artenschutzprojektes „Jeder Baum bedeutet Leben“ wird das Musical „Das Versprechen - Die Suche nach dem Regenwald“ präsentiert.
Philipp, die Hauptfigur des Stückes, stellt die wichtigen Fragen, von deren Antworten das Überleben des Regenwaldes abhängt. Im Stück geht es gut aus, denn es gibt Wege, den tropischen Regenwald zu retten. Und in der Praxis? Im wirklichen Leben wollen die Jugendlichen mit ihrem Musical Spenden sammeln, die sie dem Artenschutz auf den Philippinen zugute kommen lassen wollen.
Nun fiebern die „Schauspieler“ ihrem ersten Auftritt am Mittwoch, den 02.10.2002, um 15.00 Uhr, auf der „Neuen Messe Lebens Art“ in Dresden entgegen.
Text und Regie von Frank Rebitschek. Musik und Liedtexte von Michael Hausburg.

musikalische Vogelkunde

Musik-Reise in die bunte Vogelwelt
Kinder begeistert von Exkursion in die zwitschernde Natur (Thüringer Landeszeitung 1994)

Das „Hotel zum Storchennest“ schlug auf seiner Tour durch Deutschland gestern seine Zelte auf dem Petersberg auf. Auch dessen Hausherren, die Vögel Storch und Specht kamen angeflogen und luden junge Erfurter in ihre zwitschernde Herberge ein. Dort machten die Kinder Bekanntschaft mit allerlei Federvieh. Das war zwar nicht leibhaftig im Kultursaal des Freizeittreffs anwesend, schickte aber den Kleinen Weihnachtsgrüße per Postkarte.
Frank Rebitschek und Michael Hausburg schlüpften für sie in die verschiedenen Vogelrollen und boten auf diese Weise eine „Musikalische Vogelkunde“ ganz besonderer Art.
Es war ein Umweltkonzert mit allerhand Wissenswertem und das nicht nur für Kinder. So erfuhren die kleinen Zuschauer, wie die Wasseramsel zu ihrem Namen kam – weil sie auf dem Grunde des Flussbettes ihre Nahrung sucht. Auch die dicke Amsel namens Mathilde vom Neubaublock gegenüber erzählte, wie sie deren Bewohnern oft ins Wohnzimmer schaut. Da gab es viel zu lachen und das junge Publikum sang begeistert mit.


Ostfriesischer Kurier 1995

Gut 100 Besucher erlebten kürzlich einen äußerst vergnüglichen und zugleich lehrreichen Nachmittag: Eine „Musikalische Vogelkunde“ war angesagt. Der ausgebildete Sänger, Erzähler und Autor Frank Rebitschek und der Liedermacher Michael Hausburg begeisterten mit ihren Liedern und Geschichten aus der Vogelwelt. Da berichtete die Amsel Mathilde von ihrem Leben im Neubaublock, die verschiedenen Spechtarten stellten sich vor, ja auch zur (bekannten) Vogelhochzeit wurde eingeladen – jedoch zusätzlich mit neuen witzigen Texten Und wenn die beiden Musiker zum Mitsingen aufforderten, ließen sich das Kinder und auch Erwachsenen nicht zweimal sagen. Insgesamt ein gelungener Nachmittag
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Quodlibet

Artikel "Was ich mir wünsche -ein Qoudlibet für Europa"

26. April 2010
Gemeinsames Quodlibet von Jugendlichen aus sechs Ländern: „Viva la musica!"


WAIBLINGEN - Verständigung geht mit Sprache, zur Not auch mit Händen und Füßen. Dass sie auch durch und mit Musik geht, zeigten 30 Jugendliche aus Polen, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und vom Berufsbildungswerk (BBW) Waiblingen. Ende April fand im Foyer des BBW die Aufführung statt.
„Ich lebe zwischen den Menschen. Ich bin einer von ihnen." Micha steht auf einem Podest im Foyer des BBW Waiblingen und hat ein Mikrofon in der Hand. Er strahlt übers ganze Gesicht. Um ihn herum steht der Chor aufgereiht. Das Publikum schaut gebannt auf den 20-Jährigen, der schon die nächsten Zeilen ließt: „Jeder hat Träume. Ich auch. Ich wünsche mir eine Chance im Leben." Micha liest einen Teil der polnischen Schulhymne vor, den die Jugendlichen aus Polen im Anschluss an Michas Worte singen. Hinter Micha und den anderen liegt eine ereignisreiche Woche.
Vor einem Jahr entstand die Idee „Was ich mir wünsche - ein Quodlibet für Europa", nachdem das damalige Theaterprojekt guten Anklang gefunden hatte. Und wieder zeigen sich Christine Paule und Kerstin Manz sehr zufrieden: „Ein voller Erfolg! Ich bin wieder fasziniert, wie Kommunikation funktioniert - ganz ohne Sprache, nur mit Mimik, Gestik und – natürlich – Gesang! Ich konnte die Energie, die in der Gruppe aufgebaut wurde richtig spüren!"
Doch diesmal organisierten Christine Paule, Frank Rebitschek und Kerstin Manz, die das Projekt im Berufsbildungswerk leiteten, noch für zwei weitere Länder, als im letzten Jahr. Neben Jugendlichen aus Polen, der Slowakei, Ungarn und dem Berufsbildungswerk nahmen in diesem Jahr noch Jugendliche aus Serbien und Kroatien teil. In allen beteiligten Einrichtungen werden die Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf individuell unterstützt und erhalten die Chance entweder auf das Erlangen der Berufsreife, eine Berufsausbildung oder eine ihren Fähigkeiten entsprechende Beschäftigungsmöglichkeit.
Gesponsert wurde „Was ich mir wünsche – ein Quodlibet für Europa" unter anderem durch das europäische Förderprogramm „Jugend in der Welt", die Partnerschaftsgesellschaft Waiblingen und den Verein zur Pflege deutsch-polnischer Beziehungen Weinstadt e.V.
Im Mittelpunkt stand in dieser Woche das gemeinsame Musizieren. Alle teilnehmenden Länder brachten traditionelles Liedgut mit, das am Samstag aufgeführt wurde. So konnte ein guter Einblick in die Kultur des jeweiligen Landes gegeben werden. Zudem komponierte Frank Rebitschek ein Quodlibet (lateinisch „wie es beliebt"). „Das war für mich eine Woche der Begegnungen mit ganz unterschiedlichen Menschen und mit ganz unterschiedlichen Melodien. Mein Versuch war es, das alles in einem Quodlibet zu verbinden. Ich habe in sechs Sprachen zwölf Lieder zu einem Quodlibet vereinigt."
Frank Rebitschek, der auch den BBW-Chor leitet, dirigierte den multinationalen Chor. Die Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren konnten sich selbst in einem Rap, den sie mit Kerstin Manz einstudierten, verwirklichen. Was dabei sofort auffiel: die Wünsche der Jugendlichen, die in diesen Rap eingearbeitet wurden, waren keinesfalls unterschiedlich. Gemeinsamkeiten, die auch über die Landesgrenzen hinaus für die Jugendlichen wichtig zu sein scheinen sind eine Familie, Gesundheit, Freunde und Frieden.
Neben den täglichen Proben lernten sich die Jugendlichen besser kennen. Akzeptanz wurde aufgebaut und die Angst vor Fremdem ging gleich am ersten Abend verloren, als die Jugendlichen im Freizeithaus des Berufsbildungswerks gemeinsam feierten. So konnten innerhalb weniger Tage Vorurteile abgebaut und neue Kulturen kennengelernt werden.
Micha steht wieder inmitten des Chors. Aus vollem Hals schmettert er mit den anderen den Kanon „Viva la musica" dem begeisterten Publikum entgegen. Als ein weiterer Kanon „Dona nobis pacem" ertönt, wird es plötzlich ganz still im Publikum, einige haben Tränen in den Augen. Nicht nur die Kommunikation zwischen den Jugendlichen untereinander scheint zu funktionieren, auch das Publikum konnte an diesem Abend ein Teil des Projekts werden. Denn bei der Zugabe wurde es aufgefordert mitzusingen. In diesem Sinne „Viva la musica!"

Text: Elisabeth Blank
Foto: Hans-Dieter Vogelgsang