Tenor im Tank - Exposé


Comic-musical für einen Tenor und drei Schauspielerinnen

Zum Stück:

Das Musical „Tenor im Tank" ist eine Collage aus den Elementen Schauspiel, Gesang und Soundkompositionen in sieben Bildern für einen Tenor und drei singende Schauspielerinnen in welcher sich Komödie, Parodie, Klischee und comicartige Sequenzen musikalisch miteinander verbinden.
Die Zeit der Handlung ist fiktiv. Bühnenbild und Masken werden im comic style Retrodesign der frühen Sechzigerjahre gestaltet.

Ort der Handlung: eine Tankstelle am Rande der Stadt

Personen: Mario - ein gesanglich begabter Tankwart, der von der großen Karriere träumt

Beatrice - seine italienische Verlobte

Maria - eine ehemalige Gangsterbraut

Irma - Gesangsschülerin und Chorsängerin

Zur Musik: - elektronische Bühnenmusiken mit Techniksounds,
Sampler mit Hammondorgel u. ä. als Vorspiele, und Zwischenaktmusiken
- Lieder, Songs, Couplets, Duette, Terzette...
- live gesungene Operneinlagen des Tenors

Texte und Kompositionen: Frank Rebitschek u. a.

Dauer des Stückes: ca. 90 Minuten

Zur Handlung:

Das Musical handelt von der Liebe, von Intrigen, Lüge und der Sehnsucht nach dem perfekten Ton, aber auch von einem zweifelhaften Streben nach Erfolg.
Der junge Tankwart Mario träumt von der großen Karriere als Tenor. Seine begabte Stimme gibt diesen Wünschen Recht.
Allerdings interessiert ihn nicht der Beifall des Publikums. Er will Reichtum und Macht und vor allem das für ihn ideale Auto mit dem idealen Klang, der zu seiner Stimme passt. Bis in seine Träume verfolgen ihn die Geräusche von Motoren, Reifen und klappenden Türen. Jeden Wagentyp kann er inzwischen am Ton erkennen, doch bis jetzt ist kein Modell dabei, das seinen Ansprüchen genügt.
Er übt sich in Geduld, trainiert seine Stimme und hofft, eines Tages sein Ziel zu erreichen: ein Auto, das in jeder Form zu ihm und zu seiner Stimme passt.
Die sängerische Begabung des Helden bleibt nicht unentdeckt. Drei Damen interessieren sich aus unterschiedlichen Gründen für ihn. Sie wollen ihm helfen; aus Liebe, aus Berechnung und aus Mitleid.
Die Gangsterbraut Maria will die Tankstelle überfallen und gerät in den Bann der Stimme des ausgeflippten Tankwarts. Sie ahnt, daß sich daraus Kapital schlagen lässt.
Seine Verlobte Beatrice verlangt von ihm, den Tankstellenjob endlich aufzugeben und ins Gemüsegeschäft ihres Vaters einzusteigen. Dann könnten sie heiraten und singen könne er auch noch nebenbei.
Die Gesangsschülerin Irma will Mario bei seinen Karriereplänen helfen und gibt ihm Tipps und Ratschläge für den Gesang. Er ahnt nicht, dass sie nur in seine Stimme und nicht in ihn verliebt ist.
Mario beginnt ein anfangs heiteres, zum Schluss aber grausames Spiel mit den Frauen. Er täuscht Liebe vor und nutzt die Damen aus, wo er kann. Er mimt den Don Juan und den gelehrigen Schüler und immer, wenn Zweifel auftauchen, vertreibt er diese mit seiner betörenden Stimme.
Es gelingt ihm, seine Verehrerinnen gegeneinander auszuspielen und sich stets ins rechte Licht zu setzen.

Maria durchschaut das Spiel und wittert ihre Chance, wenn sie sich als Komplizin verdingt. Es gelingt ihr, sein Vertrauen zu gewinnen. Gegen seinen Willen hat er sich längst in sie verliebt.
Die Intrige verdüstert sich, als er sie auffordert, die anderen Beiden zu beseitigen, damit sie gemeinsam fliehen können. Zum Schein willigt sie ein.
Inzwischen wurde er zu einem ersten Konzert gerufen und wähnt sich schon am Ziel.

Aber die Frauen sind sich längst einig. Sie inszenieren für ihn in Opernmanier den „geglückten Giftmord". Nachdem die Flaschen vertauscht wurden, liegen plötzlich alle drei „tot" in der Tankstelle.
Mario kommt im Frack von seinem ersten Auftritt zurück (wenn möglich bereits mit seinem Traumauto) sieht die Frauen liegen und ist verzweifelt. Er singt sein „Nessun dorma.
Die Damen springen auf und verdächtigen ihn des Mordversuchs.
Warum am Ende alles anders war und die Personen froh und heiter ein Quartett singen, wird nicht verraten.